Die Architektur-Buchreihe der WV Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft in Worms setzt sich mit planerischen Themen der Städte und Landkreise im gesamten deutschsprachigen Raum auseinander. Dazu ist der Verlag auf qualifizierte externe Zulieferer angewiesen.
Chefredakteur Christian Heinz spricht im Interview über die journalistische Qualität und die Professionalität dieser Zulieferer.
Herr Heinz, in welchem Rahmen arbeiten Sie mit Redaktionsbüros als externen Zulieferern zusammen?
Als Chefredakteur der Fachzeitschrift „Bauen + Wirtschaft, Architektur der Region im Spiegel“ arbeite ich bei allen Ausgaben mit externen Redakteuren zusammen. Eine dezentrale Redaktionsstruktur ist notwendig, da unsere Ausgaben Städte und Regionen im gesamten deutschsprachigen Raum behandeln und deshalb Redaktionstermine in ganz Deutschland, der Schweiz, Österreich, Luxemburg und im Fürstentum Liechtenstein wahrgenommen werden müssen.
Welche Erfahrungen haben Sie dabei in punkto journalistische Qualität gemacht?
Sehr unterschiedliche. Es ist schwer, rundum gute externe Zulieferer zu finden. Gute Schreibe geht nicht notwendiger Weise mit einer sorgfältigen und strukturierten Arbeitsweise einher. Da gibt es nur sehr wenige, die diese Kriterien rundherum und langfristig erfüllen.
Nach welchen Kriterien messen Sie die Professionalität Ihrer Zulieferer?
Können und Zuverlässigkeit. Hinzu kommen die so genannten Soft Skills wie Kommunikationsfähigkeit oder Einfühlungsvermögen.
Wie hat sich diese Professionalität in den letzten Jahren entwickelt?
Ich sehe eine ambivalente Entwicklung. Einerseits drängen verstärkt Anbieter mit sehr einseitiger Praxiserfahrung auf den Arbeitsmarkt, die teilweise über ungenügende Sprach-, Rechtschreib- und Typographiekenntnisse verfügen. Andererseits gibt es die lernwilligen, interessierten Journalisten.
Wie wählen Sie Ihre Zulieferer aus?
Wer mit uns zusammenarbeiten möchte, muss über das fachjournalistische Handwerk hinaus Interesse am Gestalten von Seiten sowie Grundkenntnisse der Druckvorstufe mitbringen – und für eine zuverlässige, langfristige Zusammenarbeit bereit sein. Das beengt den Kreis der in Frage kommenden freien Mitarbeiter.
Welche Vorteile haben große Redaktionsbüros als Zulieferer?
Sie bündeln in der Regel ein deutlich größeres Maß an fachlichem Know-how und bürotechnischer Ausstattung und personeller Sicherheit.
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